In Zuckerrübenfruchtfolgen spielt die Nematodenproblematik eine bestimmende Rolle in der Wahl der Zwischenfruchtart bzw. -mischung. 

 

Sowohl beim Senf als auch beim Ölrettich bieten wir ein starkes Sortenportfolio aus resistenten und multiresistenten Sorten zur effizienten Nematodenbekämpfung an. In unseren greening-konformen Mischungen haben wir zusätzlich als Mischungspartner Phacelia und Ramtillkraut beigefügt.

 

Die Phacelia bietet zum einem den Vorteil des sicheren Abfrierens, kombiniert mit einer geringen Attraktivität für Ackerschnecken. Phacelia ist mit keiner Kulturart verwandt, überzeugt mit ihrer Anspruchslosigkeit, liefert zusätzliche organische Substanz, stabilisiert so den Humusgehalt und trägt zum Erosionsschutz bei.

 

Ramtillkraut ist anspruchlos, frostempfindlich und trockenheitsverträglich. Ramtillkraut hat eine zügige Jugendentwicklung und durchwurzelt die oberen Bodenschichten intensiv. Es bietet eine gute Unkrautunterdrückung sowie eine gut verrottbare Biomasse.

 

Als Mischungspartner ergänzen Phacelia und Ramtillkraut unsere resistenten Senf- und Ölrettichsorten praxisorientiert.

 

Die Rübenzystennematoden verursachen noch immer massive wirtschaftliche Schäden. Eine Bekämpfung  ist daher in betroffenen Gebieten unabdingbar. Gerade in sehr engen Zuckerrübenfruchtfolgen unterstützen resistente Zwischenfrüchte dabei, die Nematoden unter die Schadensgrenze zu reduzieren.

Wie funktioniert die biologische Nematodenbekämpfung?

Der Einsatz von resistenten Senf- und Ölrettichsorten regt den Larvenschlupf an und führt zu einem Befall der Wurzel. Im Unterschied zu den Wirtspflanzen bilden die resistenten Sorten nur sehr eingeschränkt Nährgewebe. Das fehlende Nährgewebe führt zu einem frühzeitigen Absterben vor allem der weiblichen Nematoden. Diese benötigen für ihren Entwicklungszyklus fast doppelt soviel Nahrungsenergie wie die männlichen. Damit wird der weibliche Entwicklungszyklus empfindlich gestört und unterbrochen. In den resistenten Pflanzen kommt es also zu einer massiven Verschiebung des Geschlechterverhältnisses und damit zu einem massiven Rückgang der Nematodenpopulation.


„knallhart gegen Nematoden“

multiresistenter Ölrettich,
resistenter Gelbsenf,
Phacelia
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: Juli - September
Saatstärke: 16 kg/ha
   Leguminosenanteil:     0 %
 

für folgende Fruchtfolgen geeignet:

  • konzipiert, um Nematoden intensiv zu reduzieren
  • leguminosenfrei, wasserschonend, mit der Möglichkeit zur Verwertung von organischem Dünger
  • schlagkräftige Kombination aus multiresistentem Ölrettich und nematodenresistentem Gelbsenf gegen Rübennematoden
  • Phacelia sorgt für eine feine Durchwurzelung, friert sicher ab und ist bei rechtzeitiger Aussaat ein          Magnet für Bienen & Co.


„effektiv und professionell“

nematodenresistenter Ölrettich,
 nematodenristenter Gelbsenf,
Ramtillkraut
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: August bis September
Saatstärke: 17 kg/ha
   Leguminosenanteil:     0 %
 
  • durch die nematodenresistenten Mischungspartner Ölrettich und Gelbsenf effektiv gegen Nematoden
  • die resistenten Sorten MERCATOR und ODYSSEUS reduzieren stark Rübenzystennematoden 
  • Ramtillkraut in Zuckerrübenfruchtfolgen hat einen guten Hygiene-Vorfruchtwert, da es mit keiner        Hauptfrucht verwandt ist