Untersaaten für den Maisanbau

Grasuntersaaten sind im Maisanbau -insbesondere im Silomais- eine Möglichkeit, die geforderten ökologischen Leistungen zu erfüllen.


Mais gilt nach den Greening-Anforderungen als Hauptfrucht und die Untersaat kann als öVF bei Antragstellung angegeben werden. Untersaaten sind ein wichtiger Bestandteil, um den Boden vor Wind- und Wassererosion zu schützen, das allgemeine Landschaftsbild nach der Maisernte zu verbessern, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und Nährstoffe zu konservieren. Alle genannten Punkte unterstützen einen nachhaltigeren Maisanbau.


Aufgrund der Greening-Auflagen ist unbedingt zu beachten, dass nach der Ernte der Hauptfrucht keine mineralischen Dünger, Klärschlamm und keine Pflanzenschutzmaßnahmen erlaubt sind sind.

Die wichtigsten Vorteile der Maisuntersaaten auf einen Blick:



MAIS-UNTERSAAT FRÜH
100 % Rotschwingel
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: während oder kurz nach Maissaat
Saatstärke: 8-10 kg/ha

Die MAIS-UNTERSAAT FRÜH aus Rotschwingel verträgt Trockenheit besonders gut. Die Aussaat erfolgt vor oder direkt nach dem Maislegen. Dies ist technisch oft einfacher und mit weniger Schäden am Mais zu erledigen als die späteren Termine anderer Mischungen.


Die Herbizidauswahl ist stark eingeschränkt und es muss berücksichtigt werden, dass die Untersaat zum Anwendungszeitpunkt schon aufge-laufen ist. Mais- und Graswurzel sind räumlich unbedingt zu trennen, um Konkurrenz zu vermeiden. Insgesamt wächst die „Mais-Untersaat Früh“ auch nach der Maisernte nur sehr langsam weiter.



MAIS-UNTERSAAT SPÄT
50 % Deutsches Weidelgras
50 % Welsches Weidelgras
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: 6-bis 8-Blatt-Stadium des Maises
Saatstärke: 15 kg/ha

MAIS-UNTERSAAT SPÄT aus 50 % Deutschem und 50 % Welschem Weidelgras hat sich bereits langjährig in der Praxis bewährt und ist zur Aussaat im 6-bis 8-Blatt-Stadium des Maises konzipiert.

 

Die Aussaat sollte zur Vermeidung von Herbizid-Unverträglichkeiten in einem zeitlichen Abstand von mindestens sechs Wochen zur letzten Herbizidmaßnahme mit bodenwirksamen Bestandteilen erfolgen. Unter normalen Bedingungen entwickelt sich die Untersaat unter dem Mais nur langsam. Erst mit stärkerem Lichteinfall zur Abreife des Maises bzw. nach der Ernte setzt stärkeres Graswachstum ein. Es geht also keine zusätzliche Wasser- und Nährstoffkonkurrenz von der Untersaat gegenüber dem Mais aus.