Was leisten Zwischenfrüchte in Mais- und Getreidefruchtfolgen?

Der Anbau von Zwischenfrüchten vor Mais ist ein in der Praxis bewährtes System. Es bietet viele agronomische und ökologische Vorteile. 

 

Aus ökologischer Sicht kann der Anbau von Zwischenfrüchten das Risiko von Bodenerosionen und Ausschwemmungen wirkungsvoll reduzieren. In Kombination mit Mulch- oder Direktsaatverfahren kann zusätzlich das Risiko von Pflanzenschutzmittel- und Nährstoffeinträgen in Gewässer minimiert werden. 

 

Aus phytosanitärer Sicht gibt es keine Gründe, die gegen die gängigen Zwischenfruchtarten in Mais- wie auch Getreidefruchtfolgen sprechen. Primär sollte aber den Ansprüchen der Fruchtfolgeglieder Rechnung getragen werden.

 

Gerade Zwischenfruchtmischungen bieten, im Vergleich zu der etablierten Senfreinsaat, eine  vielseitigere Durchwurzelung, eine intensivere Krümelung und Lebendverdauung des Bodens. Damit werden insgesamt viele positive Effekte für die Fruchtfolge erzielt, insbesondere, wenn Leguminosen als Mischungskomponenten enthalten sind.

 

Für Betriebe mit Futterknappheit kann es durchaus Sinn ergeben, eine grasbetonte Zwischenfruchtmischung, z.B. mit Kleearten, auszusäen, die entsprechend vor dem Maislegen genutzt werden kann.


„der Klassiker für Maisfruchtfolgen“

Ölrettich,
Gelbsenf,
Ramtillkraut
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: August - September
Saatstärke: 17 kg/ha
   Leguminosenanteil:     0 %
 

für folgende Fruchtfolgen geeignet:

  • mit niedrigen Aussaatstärken; damit preisgünstig
  • passt gut nach Wintergerste mit einer Maisansaat im Frühjahr


„die Spätsaatverträgliche“

Gelbsenf, Ölrettich,
 Ramtillkraut
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: August bis September
Saatstärke: 16 kg/ha
   Leguminosenanteil:     0 %
 
  • mit der bewährten Ölrettichsorte RUTINA aus eigener Vermehrung
  • zeichnet sich durch die Fixierung von Stickstoff und damit eine Verbesserung der Fruchtbarkeit aus


„eine Alternative zu OSR und SOR “

Ölrettich, Gelbsenf,
Leindotter
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: August bis September
Saatstärke: 16 kg/ha
   Leguminosenanteil:     0 %
 

für folgende Fruchtfolge besonders geeignet:

  • Leindotter erwirkt eine starke Durchwurzelung des Bodens
  • bindet die Nährstoffe effektiv für Ihren Betriebserfolg


„spätsaatverträglich, gräserfrei, winterhart und gewässerschonend“

Ölrettich, Winterrübsen,
Gelbsenf, Winterfutterraps 
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: August bis September
Saatstärke: 13 kg/ha
   Leguminosenanteil:     0 %
 

für folgende Fruchtfolge besonders geeignet:

  • leguminosenfrei
  • Gelbsenf sorgt als Starter für einen schnellen Bewuchs und friert sicher ab
  • durchgehende Begrünung für eine optimale Nährstofffixierung über Winter


„sicher, gut und günsting“

Gelbsenf, Sarepta Senf,
Ramtillkraut, Leindottert
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: August bis September
Saatstärke: 9 kg/ha
   Leguminosenanteil:     0 %
 

für folgende Fruchtfolge besonders geeignet:

  • die verschiedenen Arten ergänzen sich hervorragend 
  • optimale Durchwurzelung des Bodenhorizontes durch die unterschiedlichen Wurzeltypen
  • üppig in der oberirdischen Biomassebildung


„die Tiefwurzelnde “

Winterfutterraps,
Winterrübsen
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: Juli bis September
Saatstärke: 9 kg/ha
   Leguminosenanteil:     0 %
 
erfüllt in:

Niedersachen die Vorgaben zum anbau von winterharten Zwischenfrüchten nach AL 22

 

Ohne Gewähr. Bitte beachten Sie die aktuelle Fördersituation!

 
  • kräftiges Wurzelwachstum in die Tiefe
  • schützt den Boden und das Grundwasser