Kartoffelfruchtfolgen stellen Anbauer vor die Herausforderung, auf der einen Seite bodenbürtige Schaderreger unter Kontrolle zu halten und zum anderen die Bodenstruktur und Humusbilanz im Griff zu behalten.

Im Kartoffelanbau sind Zwischenfrüchte daher ein unverzichtbarer Partner in der Bekämpfung von und zur Vorbeugung vor Schaderregern, Krankheiten sowie zur Erhaltung und Verbesserung der Bodenstruktur.

 

Um diese Ansprüche und zusätzlich die Greening-Vorgaben erfüllen zu können, sind alle unsere Kartoffel-Zwischenfruchtmischungen mit Ölrettich verschiedener Resistenzstufen aus unserem eigenen Sortenportfolio ausgestattet und mit passenden Einzelarten kombiniert.

 

In den verschiedenen Mischungen sind Öllein und Rauhafer bzw. Ramtillkraut als bewährte Mischungspartner zugesetzt. Alle Mischungen für Kartoffelfruchtfolgen enthalten nicht mehr als drei Gemengepartner, um im phytosanitären Bereich von den Vorteilen der Einzelarten voll zu profitieren.

Die eingesetzten Mischungspartner des Ölrettich erfüllen nachfolgende Ansprüche:

Ölrettich spielt eine wichtige Rolle in der Bekämpfung der virusbedingten Eisenfleckigkeit im Kartoffelanbau. Zudem beeinflusst er die Humusbilanz und Bodenstruktur positiv. Einige Ölrettichsorten können als Vorfrucht vor Kartoffeln die Übertragung des Tabacco Rattle Virus (TRV) und damit der virusbedingten Eisenfleckigkeit durch freilebende Trichodorus-Nematoden vorbeugen.

 

Gezielt haben wir in unseren Greening-Zwischenfruchtmischungen für Kartoffelfruchtfolgen auf Senf, Phacelia und Perserklee verzichtet, um eine Förderung der Eisenfleckigkeit zu vermeiden. 


„Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, Struktur und Gesundheit“

Rauhafer,
multiresistenter Ölrettich,
Öllein
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: Juli - September
Saatstärke: 45 kg/ha
    Leguminosenanteil:     0 %

für folgende Fruchtfolgen geeignet:

  • starke Kombination aus Rauhafer, multiresistentem Ölrettich und Öllein
  • Rauhafer ist durch eine zügige und blattreiche Entwicklung effizient in Nematodenbekämpfung, Erosionsschutz und Unkrautunterdrückung
  • Ölrettich TAJUNA gegen virusbedingte Eisenfleckigkeit wirkt sich positiv auf die Bodenstruktur und Humusbilanz aus
  • Öllein ist anspruchslos und tiefwurzelnd


„stark im Vorfruchtwert“

Ölrettich, Ramtillkraut,
 Öllein
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: Juli bis September
Saatstärke: 17 kg/ha
   Leguminosenanteil:     0 %
 

für folgende Fruchtfolgen geeignet:

  • effiziente Vorfruchtwirkung durch die Kombination von Ölrettich, kleinsamigem Öllein und Ramtillkraut
  • zeichnet sich durch die Fixierung von Stickstoff und damit eine Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit aus
  • Ramtillkraut ist mit einer schnellen Jugendentwicklung ausgestattet, verfügt über eine hohe Trockenheitsresistenz, kann erheblich Biomasse bilden, ist frostempfindlich, blüht hübsch und lockt bestäubende Insekten an


„Nematoden in Schach halten“

Rauhafer, Sonnenblumen,
Öllein, Ramtillkraut,
Phacelia
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: Juli bis September
Saatstärke: 24 kg/ha
   Leguminosenanteil:     0 %
 

für folgende Fruchtfolge besonders geeignet:

  • der Hauptsamenanteil an der tiefwurzelnden, multiresistenten Ölrettich Sorte TAJUNA vermindert die Eisenfleckigkeit, sorgt für besonders blattreiche Bodenbeschattung und unterdrückt so Unkraut
  • Ramtillkraut und Öllein unterstützen mit ihren Eigenschaften die Bodenstruktur positiv


„intensiv gegen Nemadoden, stark in der Biomassebildung“

resistenter Ölrettich,
Ramtillkraut, Öllein
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: Juli bis September
Saatstärke: 17 kg/ha
   Leguminosenanteil:     0 %
 

für folgende Fruchtfolge besonders geeignet:

  • effiziente Vorfruchtwirkung durch die Kombination von Ölrettich, kleinsamigem Öllein und Ramtillkraut
  • zeichnet sich durch die Fixierung von Stickstoff und damit eine Verbesserung der Fruchtbarkeit aus