Blühflächen, Brachen, Brachestreifen, Greening, Agrarumweltmaßnahmen...

Blühstreifen und -flächen sowie Brachen sind ökologisch wertvoll. Aus diesem Grund werden sie im Rahmen von Greening und Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen gefördert.

Um das Greening zu erfüllen, sind auch hier verschiedene Bewirtschaftungsmaßnahmen einzuhalten. Sowohl Blühstreifen oder -flächen als auch Brachen können als öVF (ökologische Vorrangflächen) angerechnet werden. Wie viel öVF diese Flächen abdecken, hängt zum einem vom Gewichtungsfaktor der einzelnen öVF-Typen ab, zum anderen von den Vorgaben für die einzelnen Typen.

In allen Bundesländern - außer Brandenburg - sind Blühflächen und -streifen sowie Brachen auch als freiwillige Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) förderfähig. Diese Maßnahmen sind für fünf Jahre bindend. Eine Kombination von öFV und AUKM ist nicht in allen Ländern und Programmen möglich. Bitte informieren Sie sich, welche Maßnahmen aktuell in den einzelnen Bundesländern gelten.


 

BIENENMISCHUNGEN  "für eine bunte Artenvielfalt"

 


"blühfreudiger und bewährter Pollenschmaus für Bienen & Co."

 Bitterlupine, Buchweizen,
Sonnenblume, Ölrettisch,
Serradella, Gelbsenf,
Phacelia, gelber Bokharaklee
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: April - August
Saatstärke: 30 kg/ha
   Leguminosenanteil:     35 %
 
förderfähig in:

Hessen (C.3.1); Mecklenburg-Vorpommern (AUKM); Nieder-sachsen (BS 1); Sachsen (AL.5d); Sachsen-Anhalt

Zwischenfrucht-Greening

 

Ohne Gewähr. Bitte beachten Sie die aktuelle Fördersituation!

 
  • bietet ein attraktives Nahrungsangebot für Insekten und Deckung für Wild
  • ausdauernde Blühzeit
  • alle eingesetzten Arten sind gute Bienentrachtpflanzen und bieten einen schönen Anblick

für folgende Fruchtfolgen geeignet:



„vielseitige Bienentracht-Blühmischung für gestärkte Honigbienen“

Öllein, Sonnenblume,
Alexandrinerklee, Phacelia,
Serradella
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: April - August
Saatstärke: 18 kg/ha
   Leguminosenanteil:     34 %
 
  • stellt eine vielseitige Nahrungsgrundlage für Bienen, Insekten und Vögel zur Verfügung
  • gerade Honigbienen werden mit Nektar und eiweißreichem Pollen versorgt
  • je nach Standort blüht die Fläche über 8-10 Wochen

für folgende Fruchtfolgen geeignet:



„eine Augenweide und Bereicherung für Bienen, andere Insekten und die Landwirtschaft“

Saflor, Sonnenblume,
Serradella, Phacelia,
Alexandrinerklee, Inkarnatklee,
Rotklee, Perserklee,
Wicke, Bitterlupine
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: März bis Ende Mai
Saatstärke: 20 kg/ha
 
 
förderfähig:
Brache mit Honigpflanzen (einjährig)
Zwischenfrucht-Greening
 
Ohne Gewähr. Bitte beachten Sie die aktuelle Fördersituationen!
 
  • mit einem hohem Biodiversitätwert durch eine lange Blüh- und Trachtzeit und damit einem zusätzlichen Imagegewinn für die Landwirtschaft
  • besteht aus 10 ausgesuchten pollen- und nektarreichen Komponenten 
  • fördert die Bodendurchwuzelung, Bodenfruchtbarkeit und schützt vor Erosion
  • keine Durchwuchsprobleme in der Folgekultur, da frei von Kruziferen, Buchweizen und Gräsern

Bei Etablierung des Bestandes bis zum 31.Mai ist die Fläche mit dem Faktor 1,5 greeningfähig. 

*Greeningmaßnahme EU-Verordnung Nr. 2017/2393

für folgende Fruchtfolge besonders geeignet:



„starke Mischung aus bewährten Bienenpflanzen sowie heimischen Wildpflanzenarten“

Arten Gruppe A*:
Dill, Borretsch, Färberdistel, 
Koriander, Buchweizen, 
Sonnenblume, Lupine,
Serradella, Phacelia,
Ölrettich, Alexandrinerklee,
Inkarnatklee, Weißklee, Perserklee
Arten aus der Gruppe B*:
Schafgarbe, Färber-Hundskamille,Kümmel
Wiesenflockenblume, Wegwarte,
Wiesenpippau, Wilde Möhre,
Wilde Karde, Natternkopf,
Fenchel, Margerite,
Hornklee, Kuckuckslichtnelke,
Luzerne, Gelber Steinklee,
Gemeine Nachtkerze, Esparsette,
Spitzwegerich, Braunelle,
Wiesensalbei, Kleiner Wiesenknopf
Leimkraut, Rainfarn,
Schwedenklee, Weißklee,
Schwarze Königskerze
AUSSAATEMPFEHLUNG
Saatzeit: März bis Ende Mai
Saatstärke: 10 kg/ha
 
  • hohe Anpassungsfähigkeit der Mischung an unterschiedliche Standortbedingungen
  • einhält 14 der bewährtesten einjährigen Bienenpflanzen, sowie 26 einheimische Wildpflanzenarten und übertrifft damit die Mindestanforderungen der Greeningverordnung 
  • im ersten Aufwuchsjahr dominieren die reichblühenden Arten
  • in den Folgejahren überwiegen die zweijährigen Kräuter und Wildstauden
  • durch die Artenvielfalt dieser Brachemischung wird eine große Zahl an Nutzinsekten, aber auch anderen Tieren, die hier Deckung und Nahrung finden, begünstigt
  • die Mehrjährigkeit der Mischung bietet den Vorteil einer einmaligen Ansaat bei einem gleichzeitig hohem Greeningfaktor con 1,5

Bei Etablierung des Bestandes bis zum 31.Mai ist die Fläche mit dem Faktor 1,5 greeningfähig. 

*Greeningmaßnahme EU-Verordnung Nr. 2017/2393



Aus ökologischer Sicht erfüllen Bracheflächen vielfältige Funktionen. Es gibt zwei Wege zur Begrünung von Bracheflächen: die spontane Selbstbegrünung sowie die aktive, gezielte Begrünung (Einsaatbrache).  

Eine aktive Begrünung durch die Einsaatbrache bietet viele Vorteile:


„ein starkes Team aus Rotschwingel und Weißklee zur effizienten Unkrautunterdrückung“

Rotschwingel, Weißklee
AUSSAATEMPFEHLUNG

Saatzeit: Herbst: Mitte August bis     Mitte September

              Frühjahr: Ende Februar bis Mitte März

Saatstärke: 18 kg/ha
 
  • für Flächen, die aus der Nutzung genommen sind
  • Rotschwingel schließt durch die Bildung von Ausläufern schnell den Boden ab
  • Weißklee beschattet den Boden schnell und gleichmäßig durch seine oberirdischen Kriechtriebe

für folgende Fruchtfolgen geeignet:



„100% Rotschwingel ohne Klee“

Rotschwingel
AUSSAATEMPFEHLUNG

Saatzeit: März bis August

Saatstärke: 18 kg/ha
 
  • auch in Reinsaat gut geeignet zur Begrünung von Ackerrandstreifen 
  • gute Unkrautunterdrückung durch die Bildung einer dichten Grasnarbe
  • mit Schwerpunkteignung für die Ansaat in Wasserschutzgebieten
  • ist keine massenwüchsige Ansaat; damit geringerer Mulchaufwand und ein reduzierter Pflegeaufwand

für folgende Fruchtfolgen geeignet:



„optimal für Rotationsbrachen mit geringem Grünmassenaufwuchs“

90% Deutsches Weidelgras,    10% Weißklee
AUSSAATEMPFEHLUNG

Saatzeit: Herbst: Mitte August bis      Mitte September

               Frühjahr: Ende Februar bis Mitte März

Saatstärke: 18 kg/ha
 
  • praxiserprobte Mischung aus Deutschem Weidelgras und Weißklee
  • zeichnet sich durch eine langsam wachsende, dichte und gut durchwurzelte Narbe aus
  • Verhinderung von Verunkrautung durch wirkungsvolle Unkrautunterdrückung

für folgende Fruchtfolgen geeignet:



„unkompliziert und pflegeleicht“

45% Deutsches Weidelgras,    45% Rotschwingel, 10% Weißklee
AUSSAATEMPFEHLUNG

Saatzeit: Herbst: Mitte August bis     Mitte September

              Frühjahr: Ende Februar bis Mitte März

Saatstärke: 18 kg/ha
 
  • sorgt für eine dichte Bodendeckung 
  • stetig langsam wachsende Dauerbracheansaat durch einen hohen Rotschwingelanteil
  • ausdauernde Begrünung der Stilllegungsflächen

für folgende Fruchtfolgen geeignet: