„RapsPro“

Was ist RapsPro?


„RapsPro“ ist eine Begleitpflanzenmischung aus Leguminosen, die das Wachstum des Raps unterstützt und den Rapsertrag absichert bzw. steigert. Sie besteht aus den Leguminosen Saatwicke, Rotwicke und Alexandrinerklee, die gemeinsam mit oder zur gleichen Zeit wie der Raps ausgesät werden. Nach dem Auflaufen im Herbst wachsen Raps und Begleitpflanzen gemeinsam.

 

Ein Blick auf den Nutzen

 

Wie fördert „RapsPro“ die Entwicklung Ihres Raps?

Die Begleitpflanzen wintern bei Frost aus und hinterlassen so einen sauberen und kräftigen Rapsbestand. Bleibt der Frost aus, erfolgt die Beseitigung der Pflanzen mit einem Herbizid. Der von den Begleitpflanzen fixierte Stickstoff wird ab dem Vegetationsbeginn im Frühjahr mineralisiert – und steht dem Rapsbestand damit als zusätzliche N-Quelle zur Verfügung. Die abgestorbenen Rückstände der Begleitpflanzen sorgen auch zu dieser Zeit noch für eine gute Bedeckung des Bodens und liefern gleichzeitig wertvolle organische Substanz zur Aufrechterhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit. Bei der Ernte macht sich „RapsPro“ mit bis zu 300 kg Mehrertrag pro Hektar bemerkbar.

 

Für jeden Boden die richtige Begleitpflanzenmischung.

 

Variante 1: RapsPro

Alexandrinerklee 

20 %

Rotwicke 

32 % 

Saatwicke 

48 %

Aussaatstärke pro ha

20 kg

 

Variante 2: RapsPro "Leichte Standorte"

Alexandrinerklee 

48 %

Saatwicke 

52 %

Aussaatstärke pro ha

10 kg

 

Warum setzen wir bei „RapsPro“ auf bestimmte Mischungskomponenten?

Um sichere positive Effekte für Ihren Raps zu ermöglichen, ist neben der geeigneten Pflanzenart auch die Wahl der richtigen Sorten entscheidend. In unseren Mischungskompositionen werden deshalb mit NACRE als sehr frühe Sommerwicke, der Rotwicke BINGO und dem einschnittigen Alexandrinerklee TABOR speziell ausgewählte Arten und Sorten verwendet! Alle drei Komponenten haben sich in einer Mischung mit 20 kg/ha, der klassischen „RapsPro“-Mischung bestens bewährt.

 

Für leichte Standorte wurde der Anteil des tiefwurzelnden Alexandrinerklees erhöht. Auf die Saatwicke wird dagegen komplett verzichtet. Die geringe Saatstärke pro Hektar verbessert darüber hinaus das arbeitswirtschaftliche Handling.

 

Die Vorteile auf einen Blick: 

  • eine frühzeitige und weitgehende Bodenbedeckung zur Unkrautunterdrückung
  • Verbesserung der Bodenstruktur
  • Freisetzung von zusätzlichem Stickstoff im Frühjahr
  • Steigerung des Vorfruchtwerts
  • Verminderung von Stickstoffauswaschung im Herbst
  • Steigerung des Rapsertrags
  • Reduzierung des Insektenbefalls im Herbst

Lohnen sich die zusätzlichen Kosten von „RapsPro“?

 

Etwa 70,00 € Saatgutkosten sind pro Hektar zusätzlich zu kalkulieren. Das lohnt sich, denn:

  • Sie erhalten eine Stickstoffrücklieferung im Wert von rund 30,00 Euro/ha.
  • Sie können in Abhängigkeit von Standort und Jahr ggf. auf die Herbstanwendung von Insektiziden verzichten.
  • Sie können ggf. eine Herbizidbehandlung und damit zwischen 0 und 50,00 Euro/ha einsparen.
  • Sie erzielen bei Ertragssteigerungen von bis zu 300 kg/ha einen um bis zu 120,00 Euro/ha höheren Erlös.
  • Ihr positiver Ergebnisbeitrag liegt damit insgesamt bei bis zu 130,00 Euro – plus dem höheren Vorfruchtwert!

Funktioniert „RapsPro“ immer und überall?

 

„RapsPro“ entfaltet seine vollen Vorzüge auf allen Flächen auch bei Direktsaat.


Auf Flächen mit schwer bekämpfbaren Unkräutern ist „RapsPro“ unabhängig von der Bodenbearbeitung jedoch nicht zu empfehlen.

Erste Ergebnisse aus Praxisversuchen zur Unkrautbekämpfung und „RapsPro“ zeigen: *

  • „RapsPro“ kann eine Unkrautbekämpfung nicht ersetzen.
  • Die Herbizidstrategie ist für besten Erfolg auf die Begleitplanzen abzustimmen.
  • Ein guter Kompromiss aus der Herbizideffizienz im Raps und der geringstmöglichen Schädigung der Begleitpflanzen ist möglich.
  • Sehr gute Ergebnisse bei Direktsaatverfahren!

Wir empfehlen den Pflanzenschutzmitteleinsatz nach Empfehlungen der Hersteller mit reduzierten Aufwandmengen. Besonders zu beachten sind die Anwendungsbedingungen.  Als optimaler Anwendungstermin hat sich der frühe Nachauflauf herausgestellt.

 

Folgende Wirkstoffe sind für „RapsPro“ nach bisherigen Erfahrungen unverträglich:*

 

• Aminopyralid

• Imazamox

• Bifenox

• Naproamid

• Clopyralid

• Picloram

• Clomazone

• Arylex™ active

 

*Die aufgeführte Liste an Wirkstoffen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Stand Juli 2020. 

Der Einsatz von reinen Gräserherbiziden ist unproblematisch. Sollte die Herbizidwirkung nicht ausreichend sein, empfehlen wir den Einsatz der Wirkstoffe Clopyralid und Picloram.

Wichtig: Dabei wird auch „RapsPro“ sicher vernichtet. 

* Alle Angaben ohne Gewähr, verbindlich ist immer die aktuelle Zulassungssituation und die Beachtung der Gebrauchsanleitung.

 

Wie säe ich „RapsPro“ aus?

 

Sie können Ihren Raps und das Saatgut von „RapsPro“ problemlos in einem Arbeitsgang mit zwei verschiedenen Saattanks ausbringen. 

Wenn Sie zwei Arbeitsgänge vorziehen, empfiehlt sich zunächst die Ausbringung von „RapsPro“ (mit Pneumatikstreuer, Lehner-Streuer oder Drillkombination) und nachfolgend die Saat des Körnerraps mit der üblichen Drilltechnik.

 

 

Weitere Informationen finden Sie hier: